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Anlagenzusammenfassung von PV-Anlagen §6 Abs. 3 EEG

Neuanlagen ab dem 1.1.2012

PV-Anlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 100 kWp sind mit einer technischen Einrichtung auszustatten, wenn

  • diese sich auf demselben Grundstück oder sonst unmittelbarer räumlicher Nähe befinden und
  • innerhalb von 12 aufeinander folgenden Kalendermonaten in Betrieb genommen worden sind.

Dies gilt unabhängig von den Eigentumsverhältnissen.

Das heißt, überschreitet die Summenleistung (installierte Leistung) aus bereits bestehender und neuer Anlage (welche innerhalb von 12 Kalendermonaten nach Inbetriebnahme der bestehenden Anlage in Betrieb genommen wurde und sich auf einem Grundstück oder unmittelbar räumlicher Nähe befindet) die 100 kWp-Grenze, so sind alle betroffenen PV-Anlagen sowohl in das Einspeisemanagement (mittels Tonfrequenzrundsteuerempfänger [TRE]) einzubinden als auch mit einer ferngesteuerten ¼-h-registrierende Leistungsmessung (RLM) nachzurüsten.

Liegt die gesamte installierte Leistung zwischen 30 kWp und 100 kWp, sind alle hiervon betroffenen PV-Anlagen in das Einspeisemanagement (mittels TRE) einzubinden. Eine RLM ist nicht erforderlich.

Beträgt die gesamte installierte Leistung maximal 30 kWp sind alle hiervon betroffenen PV-Anlagen in das Einspeisemanagement (mittels TRE) einzubinden oder die maximalen Wirkleistungseinspeisung ist auf 70 % der installierten Leistung zu begrenzen. Eine RLM ist nicht erforderlich.

Umrüstung von PV-Bestandsanlagen vor dem 1.1.2012

Auch bestehende PV-Anlagen sind hiervon betroffen, wenn diese innerhalb von 12 Kalendermonaten auf einem Grundstück (ein Grundstück kann aus mehreren Flurstücksnummern bestehen) oder sonst in unmittelbarer räumlicher Nähe in Betrieb genommenen wurden und unabhängig vom Eigentümer der Anlage(n) mit einer technischen Einrichtung auszustatten, sobald sie eine installierte Leistung von 100 kWp überschreiten (gesetzliche Einbaufrist: 1.7.2012).

Das bedeutet, wurde auf einem Grundstück innerhalb von 12 Kalendermonaten die installierte Leistung von 100 kWp von einer oder mehreren PV-Anlagen überschritten, müssen alle hiervon betroffenen PV-Anlagen sowohl in das Einspeisemanagement (mittels TRE) eingebunden als auch mit einer ferngesteuerten ¼-h-registrierende Leistungsmessung (RLM) ausgestattet werden.

Auch hier gilt:

  • ein Grundstück kann aus mehreren Flurstücksnummern bestehen
  • unabhängig vom Eigentümer der Anlage(n)

Werden mehrere Anlagen auf ein und demselben Grundstück von unterschiedlichen Anlagenbetreibern zusammengefasst, müssen sich die betroffenen Anlagenbetreiber untereinander abstimmen, wen sie als verantwortlichen Ansprechpartner für die Abwicklung und Kostentragung benennen.